Schützenfest
Geschichtliches

Schon 5 Jahre nach der Gründung des katholischen Gesellenvereins im Jahr 1922, also im Jahr 1927, wurde anlässlich des 5. Stiftungsfestes ein
Schützenfest mit Vogelschießen abgehalten, dem weitere Schützenfeste in den Jahren 1928 bis 1932 folgten.
Im Jahr 1933 wurde von der NSDAP das Vogelschießen verboten und folgten die Jahre unter der Macht der NSDAP im 2. Weltkrieg, in denen
das Abhalten von Schützenfesten nicht möglich.

Im Frühjahr 1948 beschloss und feierte die Kolpingsfamilie wieder ein Schützenfest. Da durch die Militärregierung ein Schießverbot
erlassen war, wurde mit Steinen auf den Vogel geworfen und so ein Schützenkönig ermittelt. Auch 1949 feierte man noch ein Kolpingschützenfest.
In den Jahren 1950 bis 1955 wurde von den Stadtschützenvereinen gemeinsame Schützenfeste gefeiert, wodurch eigene Kolpingschützenfeste
entfielen.
Auf Wunsch vieler Kolpingmitglieder wurde 1956 wieder ein eigenes Schützenfest gefeiert, bei dem unser langjähriger Oberst Eugen Ahlers die
Königswürde errang. Die Tradition der Schützenfestfeiern, heute mit Vogeltaufe, Aufsetzen des grünen Zweiges, Ermittlung des
Pfeifenkönigs sowie der Nachfeier, ist bis heute in ununterbrochener Reihenfolge fortgeführt worden.
In den ersten Jahren nach 1956 fand das Vogelschießen auf der Wiese unseres damaligen Vereinswirtes Theo Zumbusch "Zur Dornaue" statt.
Angetreten wurde auf der Straße Lilienbeck gegenüber der damaligen Gaststätte Hoppenberg, in der auch der Festball stattfand.
Mit Beginn der Bebauung der Dornaue mußte das Vogelschießen zum Sportplatz an der Daruper Straße und bald darauf zur Kolvenburg verlegt
werden.

Genügte anfangs eine gewöhnliche Holzstange mit einer Eisenverstärkung an der Spitze als Vogelstange, wurde schon an der Kolvenburg
ein Kugelfang aus Holzmasten errichtet und eine Schießvorrichtung zur Sicherung der Gewehre benötigt.
Die Auflagen und Anforderungen des Kreises Coesfeld an den Schießstand wurden immer umfangreicher, so dass die Schützenvereine beschlossen,
auf der Schützenwiese am Weihgarten, die von den Bürgerschützen schon längere Zeit genutzt wurde, einen neuen, den Vorschriften
entsprechenden Schießstand zu errichten und gemeinsam zu nutzen.
Diente in den Jahren ab 1956 eine Pferdekutsche als Königswagen, wurde 1969 erstmals ein PKW als Königswagen im Schützenzug mitgeführt.
Der Festball wurde in den ersten Jahren nach 1956 im Saal der Gaststätte Hoppenberg und danach im Saal der Gaststäätte
Große-Daldrup-Möllmann gefeiert. Seit 1985 feiern wir unser Schützenfest im Festzelt am dem Schulhof der Johanni-Grundschule.
Wir können heute feststellen, dass das Schützenfest durch die Verlegung des Festballs in ein Festzelt einen sehr guten Zuspruch erfahren hat.